Das bin ich

Vita und Ausstellungen

Vita

Geboren 1976 in Köln
Kunst- und Geografiestudium Köln, Arbeitsschwerpunkte: Malerei, Fotografie, Keramik2
2011-2012 Lehrauftrag am Seminar für Kunst und Kunsttheorie, Uni Köln
Seit 2014 Betreiberin der Atelier-Galerie „Atelier No 5“ Kölner Südstadt
Seit 2015 Mitglied in der Künstlergruppe Semikolon

Ausstellungen

2021     Die Kunst des Wartens, KunstForumEifel, Gemünd
2020     In dieser Zeit, Atelier No. 5, Köln
2019     3 aus Semikolon, Kulturzentrum Bonn
2018     der halbe Punkt, Künstlerforum Bonn
2016     occupy space, Haus an der Redoute, Bonn
2016     Kunst en bloc, Atelier No. 5, Köln
2015     art`pu:l, Walzwerk, Pulheim
2014     Just Found, Lichthof, Köln
2014     art`pu:l, Kabelmetall, Windeck

Mein künstlerischer Ansatz

Meine drei Arbeitsschwerpunkte sind Malerei, Objekt und Fotografie.

In der Malerei arbeite ich sehr vielschichtig. Es entstehen informelle Arbeiten, in denen der gesteuerte Zufall eine große Rolle spielt. Die übereinanderliegenden Farbschichten werden mit dem Pinsel gezogen, getropft, gewischt, zerkratzt und wieder abgewaschen. In der Nachbearbeitung setze ich Akzente mit Bleistift oder Graphit oder ich überdrucke Bereiche. Die Leinwände liegen dafür auf dem Boden und werden von mir in einem körperlich dynamischen Prozess entwickelt und Schicht für Schicht aufgebaut – manchmal male ich von allen Seiten gleichzeitig und umrunde die Leinwand für diesen Prozess.  Erst wenn die Farbe getrocknet ist, kann ich die Leinwand aufhängen und ich entscheide, was Oben und Unten ist. Eine große Rolle für die Kompositionen spielen dabei kleinste Details, durch die das Bild „gehalten“ wird.

In der Objektkunst setze ich gesammelte Fundstücke, in neue Zusammenhänge. Ich montiere, arrangiere und coloriere sie und gebe ihnen einen neuen Rahmen. Häufig ist der Ausgangsgegenstand als solches nicht mehr zu erkennen. So entsteht aus weichen Weidenkätzchen und kühlen Aluminiumschalen die Serie „Fo“ und aus Rheinhochwasser-fundstücken „Probeschnitte“. Durch die Titel entwickeln die Objekte eine neue Identität und lassen sich in neuem Zusammenhang umdeuten oder fassen.

In der Fotografie gehe ich auf die Suche nach Details. Ich fokussiere Ausschnitte. Es entstehen neue Welten und Räume, die oft nicht sofort entschlüsselt werden können. Eiswürfel werden zu abstrakten Farbkompositionen. Ein verlassenes Bienenhaus wird zu einem transparenten Körper, der von der Wiese und Bäumen durchdrungen wird. Der Einblick durch ein Flurfenster zum Waschraum und die dahinter gebauten Kompositionen werden zu einem farblichen Stillleben.

Unterschrift von Tanja Schmiechen
Fotograph: Pol Camacho Delgado
Tanja Schmiechen arbeitet an einem Kunstwerk
Tanja Schmiechen zieht einen Pinsel aus einem Becher